Was ist Loudness Normalization (Lautheitsnormalisierung)?
In den frühen 2000er Jahren litt die Musikindustrie unter dem "Loudness War" (Loudness-Krieg) – Produzenten komprimierten ihre Tracks so stark wie möglich, damit ihr Song der lauteste im Radio war. Heute haben Streaming-Giganten wie Spotify, Apple Music und YouTube diesen Krieg mithilfe einer Technologie namens Lautheitsnormalisierung beendet.
Die Lautheitsnormalisierung stellt sicher, dass jeder Song in einer Playlist mit genau der gleichen wahrgenommenen Lautstärke abgespielt wird. Das bedeutet, wenn Sie Ihren Track extrem laut mastern, wird der Algorithmus der Streaming-Plattform Ihren Song automatisch leiser machen. Das Geheimnis eines großartig klingenden Releases ist nicht extreme Lautstärke, sondern das Verständnis der Regeln der jeweiligen Plattform.
Die offiziellen Audio-Anforderungen von Spotify
Gemäß den offiziellen Spotify for Artists Richtlinien sollte Ihr Master spezifische wissenschaftliche Ziele erreichen. Die zwei wichtigsten Metriken, die Sie kennen müssen, sind LUFS (Loudness Units relative to Full Scale) und True Peak.
- Ziellautheit: -14 LUFS. Dies ist der Sweet Spot. Wenn Ihr Track lauter als -14 LUFS ist, macht Spotify ihn leiser. Ist er leiser, macht Spotify ihn lauter (was oft zu unerwünschten Hintergrundgeräuschen führt).
- True Peak Maximum: -1,0 dB TP. Da Spotify Ihre WAV-Datei für das Streaming in ein OGG-Format umwandelt, kann Intersample-Clipping auftreten. Das Belassen von 1 Dezibel "Headroom" verhindert hässliche digitale Verzerrungen.
Urheberrechtswarnung für Content-Ersteller
Dieser Mastering-Leitfaden richtet sich ausschließlich an Produzenten, Podcaster und Beatmaker, die ihre Originalkompositionen oder lizenzfreien Projekte in digitale Stores hochladen. Das Herunterladen von urheberrechtlich geschützter Musik, das künstliche Erhöhen der Lautstärke und das erneute Hochladen ist illegal und führt zu dauerhaften Account-Sperren.
So mastern Sie Ihren Track für Streaming in 4 Schritten
Sie müssen nicht Hunderte von Euro für externe Toningenieure ausgeben. Sie können die Lautheit Ihres Tracks vollständig in Ihrem Browser optimieren.
Schritt 1: Überprüfen Sie Ihre Abtastrate (Sample Rate)
Spotify empfiehlt für den Upload dringend eine Abtastrate von 44,1 kHz oder 48 kHz. Wenn Ihr Audio nicht die richtige Frequenz hat, verwenden Sie unseren Abtastraten-Konverter , um Ihren unkomprimierten Track perfekt neu abzutasten (Resampling).
Schritt 2: EQ und Kompression anwenden
Bevor Sie einen Track laut machen, müssen Sie ihn sauber machen. Laden Sie Ihren Mix in unser Sound Optimizer Tool . Schneiden Sie matschige tiefmittlere Frequenzen ab und fügen Sie eine leichte Höhenanhebung hinzu, um sicherzustellen, dass sich Ihre Vocals im Mix durchsetzen.
Schritt 3: Zielen Sie auf -14 LUFS ab
Navigieren Sie im Sound Optimizer-Tool zum Abschnitt Mastering Targets. Wählen Sie "-14 LUFS (Spotify / YouTube)" aus dem Dropdown-Menü. Der Algorithmus komprimiert und limitiert Ihren Track automatisch, sodass er die von Spotify geforderte Lautheit perfekt erreicht, ohne das True Peak-Limit von -1,0 dB zu überschreiten.
Schritt 4: Der finale Export
Laden Sie immer eine unkomprimierte .WAV-Datei bei Ihrem digitalen Vertrieb (wie DistroKid oder TuneCore) hoch. Wenn Sie jedoch eine leichte Werbekopie per E-Mail an Blogs senden müssen, lassen Sie Ihr finales Master durch unseren WAV zu MP3 Konverter laufen.